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Übersetzungen vs. Lokalisierung


Lokalisierung – ist das nicht dasselbe wie eine Übersetzung?

Erinnern Sie sich an Ihren letzten Besuch in einem ausländischen Restaurant, bei dem die Speisekarte – außer Deutsch – noch viele andere Sprachen enthalten hat. Fanden Sie, dass der Text sich etwas „holprig“ las und Ihnen dadurch falsch und unseriös vorkam? Währung, Datumsformat oder die Länderflagge stimmten auch nicht? 

Fakt: Unpassende Übersetzungen mit „holprigen“ Texten vermitteln oft den Eindruck, dass hier ein Hobbyübersetzer oder ein Gratis-Tool am Werk war.

Wenn Ihre Antwort ein „ja“ ist, dann haben Sie sich in diesem Restaurant nicht lange aufgehalten oder es sofort wieder verlassen, da Sie Zweifel an der Qualität der angebotenen Speisen und der Seriosität des Gastgebers hatten. Wenn Sie mit „nein“ antworten, dann wurde die Speisekarte perfekt lokalisiert. An diesem Beispiel wird deutlich, welche große Rolle die Lokalisierung bei der „Vermarktung“ spielt.


Was ist denn nun genau eine Lokalisierung? 

Die Lokalisierung geht über die reine „Wort-für-Wort-Übersetzung“ von Inhalten hinaus. Was bedeutet, dass z. B. die Inhalte einer Website, Software, eines Spiels oder Sonstiges an die Gegebenheit der Nutzer eines Zielmarktes anzupassen sind. Jedes Land und jede Region haben ihre sprachlichen, ethnischen, kulturellen und religiösen Besonderheiten.  

Einige Beispiele für eine Anpassung:

  • Zeitangaben
  • Adressformate
  • Maßeinheiten
  • Währungen
  • Feiertage
  • Kulturelle Normen
  • Symbole
  • Grafiken
  • Schriftarten


Übersetzung: Ein Teil des Lokalisierungsprozesses

Bei einer Übersetzung wird die Ausgangsversion von Inhalten wortgetreu von einer Sprache in eine andere übertragen. Eine wortgetreue Übersetzung reicht jedoch meist nicht aus, da der Text für den „Empfänger“ schwer verständlich sein, ihn pikieren oder sogar verärgern könnte, weil dieser im Zielland etwas anderes bedeutet. Vor allem trifft das auf Sprichwörter oder Redensarten zu. Den Kulturkreis seiner Kunden sollte man also kennen und beachten, da sonst die Botschaft der eigenen Texte nicht ankommt und schlimmstenfalls zu einem „Schuss in den Ofen“ wird.


Weniger blamieren, mehr lokalisieren! 

Studien haben ergeben, dass der Großteil der Internetkäufer/ -käuferinnen nur in Webshops bestellt bzw. Websites besucht, die in der Muttersprache verfügbar sind. Des Weiteren werden Produkte nur dann gekauft, wenn die Beschreibung und Produktinfo in der eigenen Sprache vorhanden sind. Eine „richtige“ (An-)Sprache vermittelt Vertrauen und Sympathie und steigert folglich den Umsatz.  

Unpassende Übersetzungen werfen ein schlechtes Licht auf das Produkt sowie das Unternehmen und werden oft mit einer schlechten Qualität in Verbindung gebracht. Bestenfalls löst dies einen Lachanfall bei der Kundschaft aus – was nicht selten in einem Imageschaden mündet.  

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